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Tierschutzinitiative ohne Grenzen e.V.

Pressemitteilungen

TSI kümmert sich um in Not geratene Vierbeiner – ECHO

folgender Beitrag erschien im ECHO am 07.04.18:

Streunerkatzen auf ihrer Futterstelle
1. Vorsitzende Diana Wolf

Von Katja Gesche

RIMBACH – Wenn Tiere unter Vernachlässigung oder schlechter Haltung leiden, sind es Menschen, die sich der Wesen annehmen und sich um sie kümmern müssen. Auch die Mitglieder der Tierschutzinitiative Odenwald wollen den Vierbeinern etwas Gutes tun. Seit Anfang der 1990er vermitteln sie Hunde und Katzen (und manchmal auch andere Tiere) an neue Beisitzer, organisieren Kastrationsaktionen für wild lebende Katzen und schauen nicht weg, wenn ihnen Missstände bei der Tierhaltung ins Auge fallen.

Diana Wolf ist seit 2017 Vorsitzende der TSI. Die zweite Vorsitzende ist Gisela Bloos, die schon seit den Anfangstagen des Vereins mitwirkt. Wie auch die anderen Vorstandsmitglieder haben sie sich auf bestimmte Aufgabenbereiche spezialisiert. So kümmern sich Bloos und Wolf zusammen mit Jutta Brückner vor allem um die Vermittlung von Hunden, während Nicola Oberle und Barbara Vock sich notleidender Samtpfoten annehmen.

„Das Hauptaugenmerk der TSI liegt auf der Katzen-Kastration“, erklärte Wolf. Immer noch gibt es im Odenwald viele wild lebende Katzen, die nicht kastriert und medizinisch betreut werden, sich ungehemmt vermehren und oft qualvoll eingehen. Nicola Oberle und ihre Mitstreiterinnen fangen diese Tiere mit Lebendfallen ein und lassen sie kastrieren. Schon Tausende von Katzen wurden auf diese Weise an weiterer Fortpflanzung gehindert und das Elend so wenigstens ein Stück eingedämmt.

Doch auch an anderem Tierleid können die Tierschützerinnen und Tierschützer nicht vorbeigehen. So nimmt sich vor allem Gisela Bloos der Missstände an, die der TSI gemeldet werden. „Wir dürfen dabei nur beratend tätig werden“, erklärte sie. Sie schilderte das traurige Beispiel eines Hundes, der ausschließlich in einem kleinen verdreckten Zwinger gehalten wurde und selbst im Winter keine Decke hatte. Leider stößt die Intervention der TSI in solchen Fällen meist auf wenig Gegenliebe. Die Besitzer sind oft uneinsichtig und wollen das Tier weder besser behandeln noch abgeben. In schlimmen Fällen informiert die TSI dann das Veterinäramt.

Wichtig ist der TSI außerdem die Vermittlung von Haustieren. Dabei arbeitet sie eng mit den Tierheimen zusammen. Dem Verein ist es wichtig, dass die Tiere ein gutes Zuhause bekommen. Die Kontrolle des Heims vor und nach der Vermittlung ist daher bei ihnen Routine.

Begonnen hatten die Odenwälder Tierschützer 1992 als Tierschutzinitiative Bad König, die sich dann um engagierte Tierschützer im Weschnitztal erweiterte und mit diesen zur heutigen TSI verschmolz. Abgedeckt wird so ein weites Gebiet vom Weschnitztal und Überwald bis Beerfelden, Michelstadt, aber auch Neckargemünd.

Immer auf der Suche nach Unterstützern

Die Aktivitäten der TSI, vor allem die Tierarztbehandlungen, sind kostenintensiv. Um über Mitgliedsbeiträge und Spenden hinaus Gelder zu akquirieren, verkauft die TSI Flohmarktartikel und selbst gebastelte dekorative Gestecke. Jedes Jahr vor Ostern und vor der Adventszeit laden sie zu einem großen Basar in die Turnhalle der Rimbacher Brüder-Grimm-Schule ein und sind auch auf anderen Märkte in der Region zu Gast. Jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr hat der Hallenflohmarkt in Fürth geöffnet (Zum Gänsberg 14, am Friedhof).

Außerdem beteiligt sich die TSI zusammen mit dem Verein Therapeutisches Reiten als Brücke (Trab) an den Ferienspielen der Gemeinde Rimbach. Die TSI organisiert zudem jedes Jahr Vorträge zum Thema Tier; dieses Jahr können sich die Gäste am 23. Mai im Rimbacher Rathaus über das Aggressionsverhalten der Katze informieren.

Doch nicht nur finanzielle Mittel, auch helfende Hände kann die TSI gut gebrauchen. „Wir benötigen dringend mehr Pflegestellen für Katzen“, erklärte Wolf. Auf diesen Pflegestellen warten die Tiere darauf, endgültig vermittelt zu werden. Alle anfallenden Kosten übernimmt dabei der Verein. „Sie brauchen nichts weiter als etwas Zeit – und Liebe.“

http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/rimbach/tierschutzinitiative-odenwald-kuemmert-sich-um-in-not-geratene-vierbeiner_18651682.htm