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Pressemitteilungen
28.06.2010
Tierschutzinitiative Odenwald: Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulen“ – 20 Schüler und zehn Erwachsene im Einsatz - Hessisches Fernsehen mit dabei
Zwei Kitze wurden gerettet und vier mussten wegen Zeitmangel sterben ....
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15.04.2010
Blutige Jagd auf Robbenbabys beginnt
Tierschutzinitiative Odenwald ruft zu Protest auf.Kanada hat trotz weltweiter Proteste die diesjährige Fangquote für die Robbenjagd um 50.000 Tiere auf 330.000 erhöht....
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01.04.2010
Erfolgreiche Benefizlesung von Lilo Beil zugunsten der Tierschutzinitiative Odenwald e.V.
Am 18.03.2010 las die bekannte Hornbacher Autorin Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V. im Kunstpalast Rimbach aus ihren Büchern Geschichten Rund ums Tier....
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26.03.2010
Wühltischwelpen kommen aus der Hölle
Der Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald wurden zuletzt vermehrt Fälle im Raum Odenwald/ Bergstraße bekannt, bei denen Welpen aus zweifelhafter Herkunft beispielsweise auf Flohmärkten oder aufgrund privater Anzeigen zu günstigsten Preisen veräußert werden sollten....
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19.03.2010
Frühjahrsbasar- Treffpunkt ehemaliger Schüztlinge
Die Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald ist erfreut über große Resonanz...
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07.02.2010
Ausstellung "Mensch und Tier"
Tagtäglich leiden Millionen von Tieren allein in Mitteleuropa in der Massentierhaltung, bei den Schlachttiertransporten und in den Schlachthäusern, im Rahmen von Tierversuchen, auf Pelztierfarmen...
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05.02.2010
Hilfe für Wildvögel bei extremem Schneefall
Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) gibt Tipps zur Winterfütterung
Generell benötigen Wildvögel keine Zufütterung, da sie auch bei starkem Frost noch genug zu Fressen finden. Anders ist es, wenn sehr viel Schnee liegt. Dann finden die Vögel kein Futter.....
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08.12.2009
Lebende Tiere unterm Weihnachtsbaum?
Tierschutzinitiative Odenwald rät vom unüberlegtem schenken leidensfähiger Wesen ab.....
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25.11.2009
Tierschutzinitiative Odenwald: Vorweihnachtlicher Basar mit Überraschungsgästen
So viele zweibeinige und vierpfotige Besucher hatte die Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) auf ihrem vorweihnachtlichen Basar am Sonntag in der Mehrzweckhalle schon lange nicht mehr.....
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01.09.2009
Tödliche Gefahr für Hunde
Die auch im September zu erwartenden heißen Tage veranlassen die Mitarbeiter der Tierschutzinitiative Odenwald dazu, nochmals vor der Gefahr zu warnen, Hunde im Auto zu belassen. Die meisten Hundehalter denken, dass ein paar Minuten nicht schlimm sind.....
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10.07.2009
Haben Kitze ab 2011 mehr Überlebenschancen durch neues Gerät?
Tierschutzinitiative Odenwald: Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt/ Projekt Wildretter. Rimbach. Wird es im Frühjahr 2011 ein Gerät geben, mit dem man Kitze zuverlässig aufspüren kann? Diesen Eindruck gewann das Mitglied der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) und Organisatorin der Aktion „Kitzrettung mit Schulen“, Ursula Rühenbeck, bei einem Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ....
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Tierschutzinitiative Odenwald: Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulen“
Schüler und zehn Erwachsene im Einsatz - Hessisches Fernsehen mit dabei
Zwei Kitze wurden gerettet und vier mussten wegen Zeitmangel sterben, ein Bericht von Ursula Rühenbeck

Freude und Leid lagen dicht zusammen beim diesjährigen Pilotprojekt „Kitzrettung mit Schulkindern“ der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) in Untermossau im Odenwald. Von sechs Kitzen, die sich auf mehreren Wiesen befanden, konnten nur zwei gerettet werden. Der Grund war die viel zu späte Benachrichtigung der Kitzretter. Ein halbe Stunde nur, bevor der Lohnmäher kam, rief der Bauer das TSI-Mitglied Ute Bernhard, die in diesem Jahr das Pilotprojekt leitete, an. Dabei hatte sich die Klasse der Oberzentschule in Beerfelden zusammen mit ihrer Lehrerin Christina Ernst schon seit längerem auf die Kitzrettung vorbereitet und stand in den Startlöchern. Eigentlich hatte der Bauer das Mähen der Wiesen rechtzeitig angekündigt. Doch plötzlich kam der Lohnmäher einen Tag früher und es sollte bereits in der Mittagszeit mit dem Mähen begonnen werden. Eine Benachrichtigung der Beerfeldener Schulklasse war nicht mehr möglich. Unter Zeitdruck konnte Ute Bernhard zehn Erwachsene und zwei Schüler vom Michelstadter Gymnasium für die Suche auf den Wiesen durch Telefonanrufe gewinnen. Während bereits gemäht wurden, rannte die Gruppe verzweifelt durch insgesamt sieben Wiesen. Voller Glück fanden sie ein Kitz. Doch vier Kitzen ließen ihr Leben. Denn zwölf Kitzretter waren für die großen Wiesen zu wenig und sie hatten zu wenig Zeit zum Suchen. Die Rieken, die auf den gemähten Wiesen nach ihren Kitze suchten, waren anschließend das sichere Zeichen dafür, dass dort Kitze gestorben waren. Als Ute Bernhard die Wiesen abfuhr, hat sie alle vier gefunden. Eines lag in einer Wiese, die die Gruppe aus Zeitmangel nicht mehr absuchen konnte. Das war für die Kitzretter besonders bitter. „Am Freitagabend habe ich Rotz und Wasser geheult, als ich die toten Kitze sah“, gestand Ute Bernhard.
Am Tag darauf sollte weiter gemäht werden. Dieses Mal war auch die Klasse der Oberzentschule dabei. Pünktlich um acht Uhr morgens waren 20 Schüler und zehn Erwachsene am vereinbarten Treffpunkt. Nur das Team des Hessischen Fernsehens, das die Kitzrettung filmen wollte, war nicht pünktlich. Dabei war es von der TSI seit Wochen auf die besonderen Schwierigkeiten der Kitzsuche und den damit verbundenen Zeitdruck vorbereitet worden. Per Handy wurde es dann doch noch auf die Wiesen geleitet. Dort erlebte es, wie das zweite Kitz gerettet wurde.
Schon mehrmals war das Fernsehen bei der Kitzrettung dabei. 2006 filmte das ZDF, wie die TSI elf Kitze fand. Dieses Mal gab es nicht soviel Grund zur Freude, zumal dem Fernsehteam auch die toten Kitze vorgeführt wurden. Zum Einsatz kam auch eines der zwei ISA-Infrarot-Kitzrettungsgeräte, die die TSI besitzt. Reinhard Bernhard trug es durch die Wiesen. Sind die Wiesen gemäht, kümmert sich Ute Bernhard mit ihren Helfern darum, dass die Kitze, die unter Holzkisten gesichert werden, wieder freigelassen werden. Doch damit nicht genug: Später fährt sie immer noch einmal die Wiesen ab und schaut nach, ob die Kitze von den Müttern abgeholt wurden. Oft sieht man dann das Kitz mit seiner Mutter zusammenstehen. „Das ist für mich einer der schönsten Augenblicke nach einem solchen Tag“, sagte Ute Bernhard.
Glücklich war sie auch, dass wieder so viele Helfer dabei waren und nächstes Jahr wieder viele mitmachen wollen. Angesichts der großen Wiesen hofft sie auf das Kitzrettungsgerät, das von Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Oberpfaffenhofen/München derzeit entwickelt wird. Dieses Gerät müsste allerdings an einem Wagen montiert werden, der unabhängig von der Mähmaschine die Wiese abfährt. Denn weder Landwirte noch Lohnmäher, die Mähmaschinen fahren, hätten mit Sicherheit keine Zeit für eine Kitzsuche.
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Anmerkung: der Fernsehbeitrag über diese Kitzrettung wird am 22.9.10 um 21 im hr-Fernsehen in der Sendung "Alles Wissen" ausgestrahlt.
28.06.2010
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Blutige Jagd auf Robbenbaybs beginnt
Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) ruft zu Protest auf
Kanada hat trotz weltweiter Proteste die diesjährige Fangquote für die Robbenjagd um 50.000 Tiere auf 330.000 erhöht. Das weltweit größte Massaker an Meeressäugetieren beginnt Ende März/ Anfang April, wird kurzfristig bekannt gegeben. Und das, obwohl der Nachwuchs der Sattelrobben schon durch die Klimaerwärmung bedroht ist. Diese Robben benötigen stabile Eisflächen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Schmilzt das Eis zu schnell, müssen die Robbenbabys ertrinken, da es einige Wochen dauert, bis die Kleinen ihr Embryonalfell verlieren.
Mitte März konnten die Bewohner von Neufundland ein seltenes Phänomen beobachten: Die Sattelrobben lagen so nah bei den Häusern wie noch nie. Da es in diesem Winter extrem wenig Eis im Osten Kanadas gibt, mussten die Robben ihre Jungen so nahe an der Küste gebären. Der Wind hat das Eis und die Tiere, viele davon Mütter mit Babys, direkt an die Nordwestküste Neufundlands getrieben. Bis zum Beginn der blutigen Jagd sind sie hier sicher.
Doch weder die gesunkenen Preise (9 Euro pro Fell), noch das EU- Importverbot für Robbenfelle und Omega-3-Öl sorgen dafür, dass die kanadische Regierung die grausame Tötung stoppt. Im Gegenteil: Kanadas Fischereiministerin Gail Shea bemühte sich in der Vergangenheit darum, Handelsbeziehungen zu intensivieren und legte formell Widerspruch bei der Welthandelsorganisation gegen das EU- Handelsverbot ein. Um die Robbenjagd zu legitimieren und die Jäger zu unterstützen, wird seit Neuestem in der Kantine des Parlaments in Ottawa Robbenfleisch angeboten, obwohl es früher auf Grund seines derben Geschmacks unbeliebt war.
Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. unterstützt die Protestaktionen zahlreicher Tierschutzorganisationen gegen das Abschlachten der Robbenbabys.
Unter www.projectbluesea.de kann sich jeder Bürger daran beteiligen.
www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Starkenburg, Konto-Nr.:4108104, BLZ: 50951469.
15.04..2010
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Erfolgreiche Benefizlesung von Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V.
Am 18.03.2010 las die bekannte Hornbacher Autorin Lilo Beil zugunsten der TSI Odenwald e.V. im Kunstpalast Rimbach aus ihren Büchern Geschichten Rund ums Tier....
Der festlich österlich geschmückte Raum, der Sektempfang und vor allem auch die musikalische Begleitung von Phillipp Heumann am Flügel, der mit seinen selbst komponierten Werken und seiner Freude am Spielen die Zuhörer verzauberte, gaben der Veranstaltung ein besonderes Ambiente. Die zahlreichen Besucher genossen einen spannenden und kurzweiligen Abend.
Nach den begrüßenden Worten von Frau Nicole Döringer-Kypke, der 1. Vorsitzenden der TSI, die erneut darauf hinwies, dass die Macht das Tierelend in vielen Fällen zu mildern, beim Verbraucher liegt, lauschten die Besucher gespannt den Worten von Lilo Beil.
Die Autorin las in ihrer charmanten und lockern Art, bezog immer wieder das Publikum mit ein und plauderte oft aus dem „Nähkästchen“. So trug sie auch tierische Gedichte vor, welche von Ihrem bereits verstorbenem Vater geschrieben wurden und noch unveröffentlicht sind. In einem Kapitel aus dem jüngst erschienen Buch „die Kinder im Brunnen“, las Lilo Beil eine wahre Begebenheit aus dem Rimbacher Schulhof der MLS vor, bei der sich ein familiäres Eichhörnchendrama abspielte. Die Worte eines Schülers dazu lauteten „Es passiert jeden Tag. Jetzt ist es nur so erschreckend, weil wir dabei sind.“ Mit diesem, so wahren Satz eines noch sehr jungen Menschen, lässt sich der Tierschutzgedanke sehr gut weiter tragen. Hätte der Verbraucher das Tierleid persönlich vor Augen, wären viele Menschen weniger leichtfertig und würden bewusster Handeln.
Alle Bücher, die bei der Veranstaltung von den Zuhörern erworben wurden, hat Lilo Beil privat finanziert und deren kompletten Erlös der Tierschutzarbeit zur Verfügung gestellt.
Auch war die Autorin wenige Tage zuvor zugunsten der Tiere tätig. Nach dem Motto „jeder hilft wie er kann“, veranstaltete die pensionierte Lehrerin eine Lesung für die Klasse 5d der Martin-Luther-Schule Rimbach, unterstützt und gefördert von Klassenlehrerin Margret Körner, welcher stets ein Anliegen ist, ihre Schüler für Menschlichkeit und auch für „Tierlichkeit“ zu sensibilisieren und den Jugendlichen ein gutes verantwortungsvolles Handeln mit auf den Weg zu geben. Der hier von den Schülern gespendete Obolus kommt alleine der Tierschutzarbeit zu gute.
Die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. dankt ganz herzlich der Autorin für ihr außergewöhnliches Engagement, Philipp Heumann für die musikalische Begleitung sowie allen Helfern die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
01.04.2010
Wühltischwelpen kommen aus der Hölle
Der Tierschutzinitiative (TSI) Odenwald wurden zuletzt vermehrt Fälle im Raum Odenwald/ Bergstraße bekannt, bei denen Welpen aus zweifelhafter Herkunft beispielsweise auf Flohmärkten oder aufgrund privater Anzeigen zu günstigsten Preisen veräußert werden sollten.
"Diese so genannten "Billigwelpen" stammen oftmals von unseriösen Züchtern, Hundevermehren oder Händlern", schreibt die TSI hierzu in einer Pressemitteilung. Sie werden unter allerschlechtesten Bedingungen in Massen produziert, haben nicht die nötigen Impfungen, Entwurmungen sowie oft keine korrekten Papiere und sind meist krank. Die Eltern dieser kleinen Geschöpfe würden "als Gebärmaschinen missbraucht und haben ein Leben in der Hundehölle. Eingepfercht in winzigen Käfigen ohne Tageslicht und Auslauf werden die Elterntiere gehalten, solange sie zeugungsfähig sind. Erfüllen sie ihre Aufgabe nicht mehr, werden sie beseitigt", so die TSI. Oft stammen die angepriesenen Hunde aus Vermehrungen in Polen, Holland und Belgien und werden in Deutschland zu Schleuderpreisen an die Interessenten gebracht. Dass diese dann ein Vielfaches des Kaufpreises an Tierarztkosten zahlen müssen und die Welpen nicht selten einfach wegsterben, werde vielen Käufern erst im Nachhinein bewusst. Von "Mitleidskäufen" raten die Tierschützer unbedingt ab. Nur wenn die Produzenten dieser Hunde, die nur auf das schnelle Geld aus sind, keine Abnehmer mehr finden, werde sich das Leid der Tiere eindämmen lassen.

"Die artgerechte Haltung und der richtige Umgang mit dem Hund sind zu großen Teilen maßgebend für eine glückliche Mensch-HundBeziehung und das harmonische Miteinander im Alltag. Die Erbanlagen sind für das Gelingen längst keine Garantie", so die Tierschutzinitiative. "Wer sich für einen Rassehund entscheidet, muss auch bereit sein, einen Kaufpreis ab 800 Euro aufwärts zu investieren und sollte sich unbedingt den Züchter und die Elterntiere zeigen lassen.
Bild: © TASSO
Oft werden auch fremde Hündinnen als Alibifunktion zu den Welpen gesetzt, hier muss man genau hinschauen, ob es sich auch um die Mutterhündin handelt." Bei Züchtern die mehr als vier Würfe im Jahr haben und mehr als zwei verschiedene Rassen anbieten sei äußerste Vorsicht geboten. Ebenso, wenn Tiere zu günstigsten Preisen angeboten werden oder gar Hunde aus dem Kofferraum heraus verkauft werden sollen. "Ein guter Züchter befragt die Interessenten sehr genau und möchte wissen wo und wie seine Hunde untergebracht werden", so die TSI.
Vorsicht auch bei Designer-Dogs
Auch einer der neuen Entwicklungen auf dem Hundemarkt - den sogenannten Desinger-Dogs - stehen die Tierschützer sehr kritisch gegenüber. Mit exotischen Namen wie Labradoodle (Labrador Retriever und Großpudel) Godendoodle (Golden Retriever und Großpudel) Poogle (Beagle und Miniaturpudel) und vielen mehr, werden reinrassige Elterntiere miteinander verpaart und zu vierstelligen Summen verkauft - verbunden mit dem Versprechen, dass die Nachkommen die besten Gesundheits- und Wesenseigenschaften der Eltern vereinen, nicht haaren oder gar für Allergiker geeignet sind. "Hierfür gibt es weder eine Garantie noch können solche Versprechen in irgendeiner Form belegt werden, da es sich bei diesen Kreuzungen immer um solche der ersten Generation handelt, sie keinem Zuchtverband angehören und somit ihre tatsächlichen Eigenschaften nie protokolliert werden. Wer kann ausschließen, dass sich nicht etwa die schlechtesten Eigenschaften der Elterntiere den Nachwuchs prägen?", sagt TSI-Vorstandsmitglied Daniela Mader. "Der Käufer bekommt hier ein unbekanntes Wesen mit unbekannten Eigenschaften zu einem sehr hohen Preis. Hier ist es doch wesentlich sinnvoller, sich nach einem Hund aus dem Tierschutz umzusehen. Die Tiere sind geimpft, kastriert, entwurmt und gechipt und die Tierschützer beraten gerne, welcher Hund zum Interessenten passt", fährt sie fort.
Weitere Infos: Tel.: 0700 0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de.
26.03.2010
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Frühjahrsbasar – Treffpunkt ehemaliger „Schützlinge“
Tierschutzinitiative Odenwald ist erfreut über große Resonanz
Rimbach. Trotz des wenig frühlingshaften Wetters war der Basar der Tierschutzinitiative Odenwald wieder ein wahrer Publikumsmagnet. Selbst aus Heidelberg und dem hinteren Odenwald kamen Besucher auf vier Pfoten mit ihren Herrchen oder Frauchen. Der Basar war wie immer auch ein beliebter Treffpunkt von Hunden wie Merlin, Sissy, Lea oder Felix, die durch das Engagement der Tierschützer ein liebevolles Zuhause erhalten haben. „Das ist für uns der Lohn unserer Mühe“ so die 2. Vorsitzende Gisela Bloos, „ wenn wir sehen, wie gut es unseren ehemaligen Schützlingen geht.“ In den Gesprächen wurden Erfahrungen, Tipps und die eine oder andere lustige Begebenheit ausgetauscht. Die von der TSI im Moment zu vermittelnden Tiere waren mit Bild und Text an gut sichtbarer Stelle abgebildet.
Schnell füllten sich auch die Unterschriftenlisten, auf denen die Tierfreunde gegen Schlachtviehtransporte, gegen Tierversuche, Tragen von Pelzen und die noch immer tierquälerische Haltung von Legehennen Stellung beziehen konnten.
An der Kuchentheke wurden cirka 40 Torten und Kuchen verkauft, die von vielen fleißigen Helferinnen gebacken wurden. Ständig brachten TSI- Mitglieder oder deren Familienmitglieder neue Kuchen. Nicht weniger gefragt war die traditionelle Kartoffelsuppe zur Mittagszeit. Gern nutzten die Besucher die Sitzgelegenheiten, um gleich vor Ort von den Köstlichkeiten zu probieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Gespräche zwischen den Tierfreunden und den Mitgliedern der TSI oder auch unter den Besuchern stellen einen sehr wichtigen Teil des Basartreibens dar. Hier werden neue Freundschaften geknüpft oder alte Bekannte treffen sich wieder. Das beobachten die Tierschützer mit Wohlwollen jedes Mal aufs Neue.
Die Einnahmen des Küchenbereichs trugen erheblich zu einem gelungenen Basar bei.
Große Resonanz fand das Angebot an antiquarischen Büchern, das sehr gut sortiert war und für alle Interessen etwas zu bieten hatte. Manche „Leseratten“ trugen ihren Schatz gleich kartonweise weg.
Sehr übersichtlich, trotz ihrer enormen Anzahl präsentierten sich die anderen Basarwaren, seien es die Ostergestecke, die Puppen, Spielzeug oder Haushaltwaren, Nippes, Katzen- und Hundebedarf. Hier wurde in Ruhe gestöbert und gehandelt.
Fleißige, jugendliche TSI- Helfer boten ganztägig Lose der Tombola an, die am Abend ziemlich abgeräumt war.
Eine beträchtliche Summe für die Tierschutzarbeit war das Ergebnis des Frühjahrsbasars der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI), der Dank der Mitarbeit Vieler bei der Vorbereitung und Durchführung ein großer Erfolg wurde. „Am Ende eines schönen und ereignisreichen Tages möchte ich mich ganz herzlich bei allen Helfer(innen) bedanken.“ so Gisela Bloos. Die Tierschützer freuten sich besonders darüber, dass sehr viele junge Menschen ihre Arbeit unterstützt haben. Ein Dank geht auch an alle, die durch Sachspenden den Basar erst ermöglicht haben.
19.03.2010
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Austellung "Mensch und Tier"
Mit der Wanderausstellung „Mensch und Tier“ möchte die Tierschutzinitiative Odenwald e. V. informieren über den Umgang unserer Gesellschaft mit den uns anvertrauten Mitgeschöpfen, den Tieren.
Tagtäglich leiden Millionen von Tieren allein in Mitteleuropa in der Massen-tierhaltung, bei den Schlachttier-transporten und in den Schlachthäusern, im Rahmen von Tierversuchen, auf Pelztierfarmen, aber oft auch als Kettenhunde oder nicht artgerecht gehaltene Haustiere. Das Leiden findet meist hinter verschlossenen Türen statt, fernab von den Augen mitfühlender Menschen. Nur deshalb ist es überhaupt in dieser Dimension möglich.
Tierschutz geht uns alle an. Leben und Schicksal von Mensch und Tier sind untrennbar miteinander verbunden. Nicht nur Achtung und Respekt vor dem Mitgeschöpf Tier gebieten ein Umdenken. Die hemmungslose Ausbeutung der Tiere hat auch direkte Folgen für den Menschen. Durch die Massentierhaltung und den dadurch verursachten Gülleauswurf werden unsere Böden verseucht, die aufsteigenden Ammoniakgase verursachen Waldsterben. In letzter Zeit werden durch die Massentierhaltung verursachte Gase auch für den Treibhauseffekt mitverantwortlich gemacht.
Den Tieren in der Massentierhaltung werden Medikamente mit dem Futter verabreicht, einerseits als Leistungsverstärker, andererseits, um die aufgrund ihrer artwidrigen Haltung kranken Geschöpfe überhaupt überlebensfähig zu machen. Diese Medikamente isst der Mensch später mit – zum Schaden seiner eigenen Gesundheit. Auch die immer wiederkehrenden Skandale wie BSE, Klärschlamm im Tierfutter, Verabreichung von Hormonen sprechen für sich. Wie soll der Mensch, der kranke Tiere isst, gesund bleiben?
Auf Lebendtransporten werden Tiere tagelang Tausende von Kilometern weit transportiert, häufig ohne Futter und Wasser. Tiere, die in ihrem Leben nie laufen gelernt haben, sollen nun Lkw-Rampen auf- und absteigen, auf Schiffe verladen werden, in Schlachthäuser rennen. Mit Schlagstöcken und Elektroschocks werden die Tiere zur Bewegung angetrieben, häufig mit gebrochenen Knochen vom Transport oder vor Erschöpfung nicht mehr zum Aufstehen fähig.
Eine grausamere Behandlung von Tieren als im Rahmen von Tierversuchen ist ebenfalls nur schwer vorstellbar. Selbst im Rahmen der Arzneimittelproduktion gibt es namhafte Mediziner und Wissenschaftler, die Tierversuche für überflüssig, ja hinderlich halten. Krankheiten haben immer mehr als eine Ursache. Neben der menschlichen Konstitution spielen Erb- und Umweltfaktoren eine Rolle, ebenso wie psychische Einflüsse. All dies kann im Tierversuch nicht nachgestellt werden. Hinzukommt, dass Tiere oft völlig anders auf Wirkstoffe reagieren als Menschen. Dagegen schaffen Tierversuche eine gefährliche Sicherheit, wie sich immer wieder an Fällen zeigt, wo im Tierversuch geprüfte und danach als sicher befundene Medikamente bei Menschen zu erheblichen Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen führen.

Über diese Themen, aber auch Themen wie Haustierhaltung und -zucht, das allgegenwärtige Katzenelend, Exotenhandel, Zirkustiere, Pelztierzucht u.a. informiert die Ausstellung. Denn, nur wer informiert ist über den grausamen und für Mensch und Tier schädlichen Umgang mit den Tieren, kann Konsequenzen ziehen.
Wie wir heute mit den uns anvertrauten Tieren umgehen, ist unserer modernen, zivilisierten Gesellschaft unwürdig. Nur wenn wir unser Konsumverhalten ändern, unsere Stimme als Wähler einsetzen, unser Protest immer lauter wird, erst dann werden sich das Schicksal und die Not der Tiere zum Besseren wenden“, gibt die Tierschutzinitiative Odenwald den Besuchern der Ausstellung mit auf den Weg. „Wir wünschen uns ein Leben miteinander in gegenseitiger Achtung und Respekt. Wir denken, dass die Bilder dieser Ausstellung dazu beitragen werden, Aufmerksamkeit für das Leid der Tiere zu erzielen. Wir hoffen, dass damit die Gleichgültigkeit endet und das Aufbegehren beginnt“, fassen die Tierschützer die Ziele der Ausstellung zusammen.
07.02.2010
Hilfe für Wildvögel bei extremem Schneefall
Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) gibt Tipps zur Winterfütterung
Generell benötigen Wildvögel keine Zufütterung, da sie auch bei starkem Frost noch genug zu Fressen finden. Anders ist es, wenn sehr viel Schnee liegt. Dann finden die Vögel kein Futter.
Grundsätzlich sollte nur in den Wintermonaten gefüttert werden“ so aktion tier- menschen für tiere e.V., dessen Kooperationspartner die TSI ist.
Ist einmal mit der Fütterung begonnen worden, so muss den ganzen Winter über gefüttert werden. Erst Februar/ März, je nach Temperaturverlauf, sollte das Futter langsam reduziert werden.
Viele Tierfreunde möchten die Vögel aus nächster Nähe beobachten und errichten einen Futterplatz direkt vor dem Fenster. Zu Glasscheiben sollte jedoch mindestens ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden, damit die Tiere sich nicht beim Flug gegen die Scheiben tödlich verletzen. Wie sollte die Futterstelle aussehen?
Die immer noch beliebten Vogelhäuschen bergen eine große Gefahr für alle Vögel in sich. Da die Tiere im Futter herumlaufen können, wird es mit Kotresten und damit mit Krankheitserregern verschmutzt. Diese nehmen dann andere Vögel mit der Nahrung auf und können verenden. „Eine sehr gute Alternative sind Futtersäulen, bei denen das Futter geschützt lagert und von außen weggepickt wird.“ so die TSI. „Diese Futtersilos hängt man ganz einfach in katzensicherer Höhe in die Bäume oder Sträucher. Sie lassen sich beliebig oft nachfüllen. Im Frühjahr sollten sie aber auch gereinigt werden.“
Futter für die Vögel soll immer frisch sein, da Nüsse vom vergangenen Jahr ranzig sind und damit Schimmelsporen und andere Giftstoffe enthalten. Man sollte den Tieren sowohl Körner als auch Weichfutter wie Haferflocken, Rosinen oder halbierte Äpfel anbieten. Auf keinen Fall füttern wir unseren gefiederten Freunden Brot oder andere Speisereste, die unweigerlich zum Tod führen.
Ein naturnaher Garten bietet im Sommer wie auch im Winter die beste Möglichkeit für Wildvögel und andere Tiere zum Überleben. Werden im Herbst die Stauden nicht zurück geschnitten, finden Vögel in den getrockneten Blütendolden immer etwas Nahrung.“ so das Fazit der TSI. „Unter getrocknetem Laub und Pflanzenresten entdecken Amseln und Co. bestimmt etwas zum Fressen.“
Die Informationsbroschüre „Vogelschutz“ mit Tipps zur Winterfütterung und Baupläne für Weichfutter- oder Körnersilos können kostenlos bei aktion tier in Berlin angefordert oder unter www.aktiontier.org, Rubrik „Bastelecke“ abgerufen werden.
05.02.2010
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Lebende Tiere unterm Weihnachtsbaum?
Tierschutzinitiative Odenwald rät vom unüberlegtem schenken leidensfähiger Wesen ab.
Nur noch wenige Tage bis Weihnachten und alle Welt macht Weihnachtseinkäufe. In der Hektik kommt vielleicht manchem die Idee, dass ein lebendes Tier doch eine schöne Überraschung sein könnte. Genau das befürchtet die Tierschutzinitiative Odenwald e.V. Denn diese Tiere landen nicht selten im Tierheim, wenn die Besitzer dann feststellen, dass sie die grundsätzlichen Bedingungen, die eine Tierhaltung gleich welcher Art stellt, nicht erfüllen können oder wollen.
Die Tierschutzinitiative bittet daher alle, die sich mit dem Gedanken an eine „lebendige Überraschung“ tragen, folgende Punkte gut zu überdenken: Ist ein Tier im Haus oder der Wohnung erlaubt, und gibt es eine erwachsene Person, die sich für die Pflege verantwortlich fühlt? Wer nimmt das Tier, wenn man ein paar Tage oder länger verreisen will? Sind die Kosten für Tierarzt, eventuell Steuern und Haftpflichtversicherung sowie Futter bedacht worden? Ein Tier lebt nicht nur einen Monat. Hunde und Katzen können mehr als zehn Jahre alt werden, Pferde sogar bis zu dreißig Jahre. Meerschweinchen neigen zu tiefen Depressionen, wenn man sie ohne Artgenossen hält. Auch Vögel, die allein und in zu kleinen Käfigen gehalten werden, leiden unter dieser Eintönigkeit. Goldhamster sind hauptsächlich in der Nacht aktiv und daher wenig geeignet, Kindern Freude zu machen. Die beliebten Zwerghasen wehren sich gegen aufdringliche Kinderhände gerne durch Bisse. Außerdem ist es eine Folter für sie, wenn sie ihr Dasein ohne Artgenossen fristen müssen. Selbst Katzen sind nur bedingt Einzelgänger und daher kein bequemes Haustier für Berufstätige: Die Katze betrachtet den Menschen, der sie versorgt, als Artgenossen und braucht Zuwendung. Noch mehr Zuwendung braucht der Hund. Er ist das Haustier, das sich dem Menschen am besten anpasst. Dafür aber erfordert seine Haltung am meisten Zeit. Gerade junge Hunde müssen erst erzogen werden. Sie danken dies später mit einem Verhalten, das den Lebensgewohnheiten des Menschen adäquat ist, und sind weder eine Belästigung noch eine Gefahr für andere Menschen.
Kann man all dies an einem vorweihnachtlichen, verkaufsoffenen Samstag mit Sorgfalt bedenken? Die Tierschutzinitiative sagt „Nein“ und empfiehlt, die Anschaffung eines Tieres, bei dem diese Fragen nicht geklärt sind, bis nach Weihnachten zu verschieben. Sie weist auch darauf hin, dass sowohl in ihren Pflegestellen als auch in den Tierheimen viele Hunde, Katzen und Kleintiere sehnlichst auf ein dauerhaftes Zuhause warten. Bei der Tierschutzinitiative kann man sicher sein, ein Tier zu bekommen, das tierärztlich untersucht ist und dessen spezielle Wesensmerkmale genau beobachtet wurden. Bis es zu seinem neuen Besitzer kommt, wird es in einer Pflegestelle liebevoll betreut. Außerdem berät die Tierschutzinitiative über die Haltung und Pflege der Tiere.
Weitere Infos: Tel.: 06253/6527, 0700/0410-6666, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.
08.12.2009
Tierschutzinitiative Odenwald: Vorweihnachtlicher Basar mit Überraschungsgästen
Ansehnlichen Betrag für die Tierschutzarbeit eingenommen
Rimbach. So viele zweibeinige und vierpfotige Besucher hatte die Tierschutzinitiative Odenwald (TS) auf ihrem vorweihnachtlichen Basar am Sonntag in der Mehrzweckhalle schon lange nicht mehr. Wieder einmal konnte die TSI auch einen ansehnlichen Betrag für den Tierschutz einnehmen. Es zeigte sich einmal mehr, dass dieser Basar inzwischen bei den Bürgern gut aufgenommen wird. Gleichzeitig ist er auch Treffpunkte vieler Tierliebhaber und besonders der Tierschützer, die einem vernachlässigten Tier mit Hilfe der TSI ein neues Heim gegeben haben. Auch Überraschungsgäste kamen an diesem Sonntag zum TSI- Basar. Schon von weitem hörte man fröhliches vielstimmiges Gebell von 25 Hunden aus der Pfalz, die sich gerade erst auf dem Schulhof begrüßten. Spontan hatten sich nämlich Mitglieder der Tierhilfe Pfalz entschlossen, der TSI an diesem Tag einen Besuch abzustatten. Beide verbindet die Zusammenarbeit mit der spanischen Tierschutzorganisation Alba. Deren Vorsitzende Jutta Grohall hatte die Idee zu dem Überraschungsbesuch und sich selber noch am Morgen ins Flugzeug gesetzt. Liebevoll betrachtete sie nun die ehemaligen spanischen Hunde der Pfälzer Gäste, denen es bei ihren deutschen Herrchen und Frauchen nun so gut geht. „Ich kenne die Geschichte jedes einzelnen Hundes“, sagte sie bewegt. Einen „Riesenansturm“ registrierte derweil in der Mehrzweckhalle die 2. Vorsitzende der TSI, Gisela Bloos. 45 Kuchen, von TSI- Mitgliedern selbst gebacken und gespendet, waren ebenso schnell ausverkauft wie die Gemüsesuppe. Selbstgemachte Weihnachtsgestecke, Marmelade, Plätzchen, reich verzierte Kerzen und Türschmuck gehörten wieder zu den alljährlichen Besonderheiten dieses Basars. Auch die leckeren Hundekekse waren wieder ein Renner. Beim gut sortierten Bücherangebot aus zweiter Hand griffen die Käufer in diesem Jahr vor allem nach den Romanen. Ein Höhepunkt dieses Basars war auch der Besuch der WDR-Fernsehjournalistin Claudia Ludwig, bekannt durch die Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause und „Herrchen gesucht“. Sie setzt sich besonders für den Auslandstierschutz im südlichen Europa ein. 2006 bekam sie im Rahmen der Jubiläumsfeier zu „10 Jahre Tiere suchen ein Zuhause“ die höchste Auszeichnung des Deutschen Tierschutzbundes, die Franz- von- Assisi- Medaille.
Sie selbst hat zwei Hunde und mehrere Katzen aus südlichen Ländern und bezeichnet sie als „anpassungsfähig und bescheiden“. Eindringlich erzählte sie die Geschichte ihres Schäferhundes Matteo, den sie „in erbärmlichem Zustand“ beim Joggen in Sizilien fand. Eine lange Reihe von Besuchern bildete sich dann auch an ihrem Tisch, um sich ihre Bücher „“Straßenhund – über das Glück mit Streunern zu leben und wie es gelingt“ sowie „Wenn ein Haustier stirbt“ signieren zu lassen. Gerade das letztere ist ein einfühlsamer Ratgeber für jeden Tierfreund. Viel Zuspruch bekam auch wieder der Losverkauf für die Tombola, die mit Hauptgewinnen wie Gartenstuhl, Kaffeegeschirr, Dampfbügeleisen und Computerzubehör glänzen konnte. Schon am frühen Nachmittag waren die meisten Gewinne abgeräumt. Viele Besucher trugen sich auch in die Unterschriftenlisten ein zu den Themen Tierversuche, Schlachttiertransporte, Freilandhaltung von Hühnern, Pelztragen und Gänsestopfleber. Jede Unterschrift, so sind die TSI- Mitglieder überzeugt, kann zur Verbesserung der Lebenssituation von Tieren beitragen, auch wenn die Tierschützer oft über Jahre dafür kämpfen müssen.
Einen hohen Einsatz für die Organisation und Durchführung dieses Basars leisteten wieder die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Ihnen allen sagte Gisela Bloos am späten Sonntagnachmittag ein herzliches Dankeschön.
Ein Dank geht ebenso an alle, die durch Geld- und Sachspenden zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.
25.11.2009
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Tödliche Gefahr für Hunde
Die auch im September zu erwartenden heißen Tage veranlassen die Mitarbeiter der Tierschutzinitiative Odenwald dazu, nochmals vor der Gefahr zu warnen, Hunde im Auto zu belassen.
Die meisten Hundehalter denken, dass ein paar Minuten nicht schlimm sind. In einem geparkten Auto kann die Temperatur innerhalb weniger Minuten auf über 70 Grad ansteigen, da bringt auch ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster keinen Ausgleich.So verwandelt sich das Fahrzeug in der prallen Sonne schnell in eine tödliche Falle. Selbst bei vermeintlichen Schattenplätzen wird es im Auto durch wandernde Sonne viel zu heiß.
Hunde können innerhalb von 15 Minuten einen Hitzschlag erleiden.
Die Bitte der TSI an die Bevölkerung: Wenn Sie einen Hund in einem Auto sehen, nehmen Sie Verbindung mit der Polizei oder der TSI auf. Sollte der Halter des Fahrzeugs nicht gefunden werden, öffnet die Polizei das Fahrzeug.
Zur Unterstützung der „tasso“-Aktion „Hunde gehören im Sommer nicht ins Auto“ können Sie kostenlos im Internet Karten zum Verteilen unter www.tasso.net anfordern.
Kontakt TSI Tel.: 0700/0410-6666 oder 06253/6527, www.tsi-odenwald.de, info@tsi-odenwald.de, Spendenkonto: Sparkasse Odenwaldkreis, Kto.-Nr. 41624, BLZ 50851952.
01.09.2009
Haben Kitze ab 2011 mehr Überlebenschancen durch neues Gerät?
Tierschutzinitiative Odenwald: Gast im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt/ Projekt Wildretter
Rimbach. Wird es im Frühjahr 2011 ein Gerät geben, mit dem man Kitze zuverlässig aufspüren kann? Diesen Eindruck gewann das Mitglied der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI) und Organisatorin der Aktion „Kitzrettung mit Schulen“, Ursula Rühenbeck, bei einem Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen/München.
Sie war vom DLR zu einem der halbjährlichen Seminare über das neue Projekt Wildretter eingeladen worden. Bei diesem Seminar stellen die beteiligten Wissen- schaftler dar, wie weit sie mit ihren Forschungen gekommen sind, seitdem das Projekt 2007 vom Bundesministerium für Bildung- und Forschung mit 1,5 Millionen Euro genehmigt wurde.
Die Tierschutzinitiative Odenwald, die 2003 den Tierschutzpreis des Landes Hessen erhielt für ihr Projekt „Kitzrettung mit Schulen“, engagiert sich nach wie vor nicht nur vor Ort, sondern begleitet auch aufmerksam die Entwicklung dieses Forschungsprojektes im DLR. Dafür hatte die TSI lange gekämpft mit Unterschiften- sammlungen und zahlreichen Briefen an Entscheidungsträger. Dabei hatte sie seit 2001 engen Kontakt mit dem DLR, seitdem der Wissenschaftler Dr. Tank Volker auf Einladung der TSI in Rimbach den mit dem DLR entwickelten Infrarot-Wildretter der Firma ISA Industrieelektronik vorstellte.
Dieses Tragegerät spürt die Kitze auf, indem es auf Temperaturunterschiede reagiert und ist solange zuverlässig, solange die Sonne die Wiese nicht erwärmt hat. Ein solches Gerät besitzt auch die TSI und konnte sich von seinen Vorzügen und seinen Nachteilen überzeugen, denn einerseits wurden damit Kitze gefunden, andererseits meldete das Gerät auch erwärmte Erdhügel. Den Wissenschaftlern des DLR war klar, dass ein zuverlässiges Gerät weit mehr können müsste, als den Temperaturunterschied eines Objektes in der Wiese anzuzeigen.
Das neue Gerät wird zusätzlich zur Infrarotkamera mit einem Mikrowellensensor ausgestattet sein. Damit wird der Wassergehalt eines Objektes gemessen. Da Lebewesen zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, kann damit ein Kitz zuverlässig von einem erwärmten Erdhügel unterschieden werden. Außerdem sollen Videokamera und eine intelligente Bilderkennungssoftware das Aufspüren der Kitze erleichtern. Vor allem aber soll das Gerät an die Mähmaschine angeschlossen werden. Die wissenschaftliche Koordination im DLR liegt bei Dipl.- Ing. Martin Israel. Auch in diesem Jahr machten die Wissenschaftler praktische Erfahrungen beim Kitzretten vor Ort. Dies sei auch unerlässlich, so TSI-Mitglied Ursula Rühenbeck, denn kaum jemand, der nicht Kitze im hohen Gras gesucht habe, stelle sich vor, wie schwierig sie zu finden seien.
Die Versuchsanordnungen, die bei diesem Seminar vorgestellt wurden, zeigten denn auch, wie komplex die notwendig Forschung für das neue Gerät ist. Aus der Praxis war ein Vertreter des Landmaschinengeräteherstellers Claas zugegen sowie ein Vertreter des Landesjagdverband Bayern. Die Innovation und Technik GmbH entsandte im Auftrag des Bundesforschungsministeriums eine Teilnehmerin, die die zweckmäßige Verwendung des Geldes überwacht. Am Ende der Forschung wird ein Prototyp des Wildretters stehen, der maximal 3000 Euro kosten soll. Die TSI mit ihrer Erfahrung im Kitzretten sieht allerdings weitere ungelöste Fragen: Wer wird den Landwirt begleiten, das Kitz bergen, es unter einer Holzkiste am Rande der Wiese sichern und es später wieder freilassen? Und werden die Lohnmäher, die unter Zeitdruck arbeiten, bereit sein, für die Kitzrettung ihre Mähmaschine immer wieder anzuhalten?
Weitere Informationen: Tierschutzinitiative Odenwald e.V., Tel. 0700/0410-6666, Fax 0700/0410-7777 (12,4 ct/min aus dem Festnetz, Mobil evtl. abweichend) – E-Mail: info@tierschutzinitiative-odenwald.de – Internet: www.tierschutzinitiative-odenwald.de – Spendenkonto: Kto.-Nr. 41 624, Sparkasse Odenwaldkreis, BLZ: 508 519 52
10.07.2009
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