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Buffy – endlich glücklich!

Buffy—endlich glücklich!

Hallo,

ich bin Buffy und 4-5 Jahre alt. Meine Vergangenheit war alles andere als artgerecht und schön für mich. Ich bin in Rumänien als Straßenhund geboren und kam mit einem Jahr nach Deutschland.

Dort wurde ich viel herumgereicht. Keiner wollte mich haben, und ich wurde nach kurzer Zeit immer wieder abgegeben. Dabei bin ich doch ein so friedlicher, lieber Hund, der nur viel Streicheinheiten braucht und gerne die Welt entdecken möchte.

Mein letztes Zuhause war bei einem kranken Mann, der bei seiner über 80 jährigen Mutter lebt. Dort wurde ich ständig eingesperrt und durfte nur meine Notdurft im Hof verrichten. Das Futter ließ auch zu wünschen übrig. Gekochte Reste durfte ich fressen, und das billige Hundefutter wurde gestreckt.

Mein Fell litt darunter und besonders meine Psyche. Ich lernte nichts, hatte keine Zuneigung, keine Abwechslung, keine Aufgaben und die Streicheleinheiten waren eher selten. Ich existierte in dem Zwei-Personen Haushalt gar nicht richtig.  Meine Bedürfnisse hat keiner wahrgenommen.

Das ging fast drei Jahre so. Ich weiß gar nicht, wie ich das überlebt habe.

 

Zwei liebe, nette Menschen aus der Nachbarschaft bekamen mein Dahinvegetieren mit und versuchten mich da rauszuholen. Die Tierschutzinitiative Odw. (TSI) wurde eingeschaltet, sie hatten jedoch auch keinen Erfolg.

Mein Herrchen wollte mich einfach nicht hergeben. Auf Klingeln an der Haustür wurde nicht aufgemacht. Wenn ich drinnen zu bellen anfing, wurde der Rollladen heruntergezogen, sodass ich noch nicht mal aus dem Fenster schauen konnte. Telefonate wurden nicht angenommen.

Die Zeit war so schrecklich für mich und ich litt unentwegt.

Mein Herrchen kam eines Tages für ein halbes Jahr in eine Klinik. Dadurch veränderte sich meine Lage. Die zwei netten Menschen holten mich täglich zum Gassi gehen aus dem Haus. Die Mutter meines Herrchens willigte glücklicherweise ein. So entdeckte ich eine ganz neue Welt. Ich war so aufgeregt und aufgedreht, sodass die beiden Spaziergänger Schwierigkeiten hatten, mich zu halten. Am liebsten hätte ich gleich alles auf einmal entdeckt.

Ich wurde mit guten Leckerlis und leckerem Futter verwöhnt. Die netten Menschen gingen sogar mit mir zum Tierarzt, um mich untersuchen und impfen zu lassen. Einmal hatte ich eine Verletzung an der Pfote, auch da ließen sie mich untersuchen. Ich spürte zum ersten mal Liebe und Zuneigung der Menschen. Ich freute mich riesig, wenn sie mich abholten und ich bei ihnen sein konnte.

Leider wollte mich die Mutter meines Herrchens nicht hergeben, sie hatte Angst vor ihrem Sohn, der in der Klinik war. Nach einem halben Jahr kam Herrchen wieder zurück und meine Angst war groß, dass mein altes Leben wieder von vorne beginnt.

Die beiden Damen haben Herrchen ins Gewissen geredet und ihm klar gemacht, dass ich das Leben, so wie ich es vorher hatte, nicht mehr so weiter leben kann.

Es dauerte noch zwei Monate, bis Herrchen einwilligte, mich abzugeben.

Sofort wurden alle tätig. Über die TSI konnte ich in eine ganz tolle, liebe Familie vermittelt werden. Diese hat mich gleich ins Herz geschlossen, und ich konnte gar nicht glauben, dass mein altes Leben ein Ende hatte. Es war wie „sechs Richtige“ im Lotto!

Ich bin meinen beiden Menschen so dankbar, dass sie mir geholfen haben. Ich werde sie nie vergessen. Ab und zu kommen sie mich ja auch besuchen. Das freut mich sehr.

Es grüßt euch Buffy, Lisa Spangenberg und Heidi Schmitt aus Heppenheim und meine neue Familie Münch aus Hemsbach.