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Tierschutzinitiative ohne Grenzen e.V.

Harry – vermittelt am 09. Januar 2021

Harry wurde Ende July 2020 mit seiner Mutter bei einer Kastrationsaktion unseres Partnervereins APAL auf Kreta gefangen und sollte eigentlich wieder an die alte Stelle zurück.

Aber er entwischte und hielt sich später in der Nähe von einer Cattery auf. Er kam regelmässig zum Fressen und später gerne auch wieder in die Anlage zurück, weil es ihm wohl doch ganz gut gefallen hat mit dem Full-House-Service.

Ein scheuer Kater wurde langsam zahm. Er braucht in jedem Fall mit jeder neuen Person wieder Anlaufzeit, aber es liegen Welten zwischen dem vorigen und dem dann festgestelltem Verhalten auf Kreta. Er hat uns Menschen definitiv nicht mehr als gefährlich eingestuft. Sie wollten ihn nicht wieder aussetzen, sondern ihm weiter bestätigen, dass er ein sicheres, behütetes Leben führen darf.

Harry hatte Glück und durfte auf einer liebevollen und erfahrenen Pflegestelle in Deutschland einziehen. Die Reise und Veränderung warf ihn noch einmal zurück und er versteckte sich lange und war quasi unsichtbar. Die Bestandskatzen haben toll geholfen und ihm gezeigt, wie sie mit den Menschen umgehen, sodass er ganz langsam nach und nach vor allem, wenn es um Futter ging, auch den Menschen etwas näher kam. Als er sich dann irgendwann schon fast normal verhielt, die Menschen auf der Pflegestelle laufen konnten ohne dass er weg lief und sich streicheln ließ (was er sehr genoss), entschieden wir uns, ihm sein sndgültiges Zuhause zu suchen.

Die ersten Adoptanten erwiesen sich leider doch als nicht geeignet für ein solch zartes Seelchen und konnten mit seiner Schüchternheit nicht gut ungehen. So fühlte er sich ganz grausam unwohl, sodass er sogleich wieder zurück auf die Pflegestelle durfte, wo er sich adhoc wieder wohl fühlte.

Kurz darauf kam der Jackpot für den Süßen. Ein erfahrenes, geduldiges und absolut liebenswertes Ehepaar hatte sich in den Hübschen verguckt und suchten Gesellschaft für die vorhandene Katze. Sie machten Glaubhaft, dass sie die richtigen Menschen für ihn sind, trotz dass er sich bei ihrem Besuch nicht blicken ließ, sodass sie auf dem Boden einen Blick unter die Couch werfen mussten. Und er hatte Glück! Er durfte umziehen und sie gaben sich alle Mühe der Welt ihm die Zeit zu geben, die er brauchte. Sie versuchten alles, ihm die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu machen und hatten Erfolg. So kam er immer mehr aus sich heraus, versteht sich mit der Kätzin und ist nun endlich angekommen. Er wird ein zurückhaltender Vertreter seiner Art bleiben, was seinen Menschen mit dem riesengroßen Herz für ihn nichts ausmacht. DANKE!