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Die ersten Babys in der Kittenaufzuchtsstation bei Barbara für 2021 sind da!

Am 06.05.21 kamen sie auf die Welt in einem kleinen Odenwaldort – irgendwann am Nachmittag.

Ihre viel zu junge Mutter legte sie auf den kalten Betonboden unter einer Eingangstreppe ab und ließ sie hier zurück. Bis Menschen sie fanden, waren die 3 Babys völlig durchgefroren, man hielt sie zunächst für tot. Nur das leichte Zucken eines Beinchens veranlasste die Finder, die Kätzchen vorsichtig aufzuwärmen und in unsere Obhut zu bringen.

Inzwischen war es später Abend, als sie endlich in den Inkubator einziehen durften. Eines der Neugeborenen, ein kleines Mädchen, wog nur 61 g und war schrecklich mager. Die beiden Katerchen brachten immerhin 82 g bzw. 86 g auf die Waage. Von Anfang an war klar, dass es schwierig werden wird, die 3 Kätzchen zu retten, denn Kälte ist für die Kleinen schlimmer als Hunger. Wenn die kleinen Körper zu lange zu kalt sind, besteht immer die Gefahr von Organschäden, die dem Tier schließlich das Leben kosten.

Unser Mädchen Tutula war am Tag nach ihrer Ankunft sehr agil, sie trank gut und nahm schnell 10 g zu. Ihre Brüder, Kalle (Un)Wirsch und Zoppo, schliefen die meiste Zeit, Kalle war etwas unwirsch, v.a. wenn er seine Milch trinken sollte und Zoppo trank zwar gut, nahm aber überhaupt nicht zu. Und doch war es Tutula, die am 08.05. morgens tot im Brutkasten lag. 2 Stunden vorher hatte sie noch mit großem Appetit ihre 2 ml Milch genuckelt und nichts hatte darauf hingedeutet, dass sie sterben würde. Wir sind sehr traurig, dass dem winzigen kämpferischen Mädchen nicht mehr Zeit gegeben war. Ein kleiner Trost ist, dass sie satt, warm und bei ihren Brüdern war. Run free, kleiner Schatz.

Wir können nur hoffen, dass die beiden Jungs die Kälte besser verkraftet haben und überleben.