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Tierschutzinitiative ohne Grenzen e.V.

Lissy

Lissy wurde als scheue Mutterkatze zusammen mit ihren Kitten von uns mit einer Lebendfalle eingefangen. Während ihre Kinder längst vermittelt sind, wartet die schüchterne Katzendame noch immer auf ein liebevolles Zuhause.

Leider wurde Lissy bei ihrer Kastration positiv auf FIV getestet, aber inzwischen wissen die meisten Katzenfreunde, dass auch FIV positive Katzen ein langes und erfülltes Leben führen können.

 

 

 

Die ursprünglich sehr ängstliche Lissy hat auf ihrer Pflegestelle Vertrauen zu ihren Menschen gefasst und sich zu einer verschmusten Samtpfote entwickelt, die sogar Fellpflege zulässt. Sie ist mit Wohnungshaltung zufrieden, liebt es aber – v.a. wenn es warm ist – sich auf einem gesicherten Balkon aufzuhalten. Um ihr unnötigen Stress zu ersparen, sucht die TSI für Lissy einen Platz in einer Familie mit nicht zu kleinen Kindern und wenig „action“, da sie verständlicherweise noch etwas schreckhaft ist.

Lissy wurde ca. im Oktober 2016 geboren, sie ist kastriert, tätowiert, geimpft, entwurmt und benutzt zuverlässig die Katzentoilette

Wenn Ihr Lissy ein schönes Zuhause geben wollen– was sie zweifelsohne verdient hat – dann ruft bitte an.

Vermittlung durch: Tierschutzinitiative Odenwald e.V.

Ansprechpartner: Nicola Oberle, Tel: 06209-7969766 oder 0157-52577165 oder schickt eine Mail

 

FIV – Felines Immundefizienz-Virus

Das Feline Immundefizienz-Virus der Katzen ist dem menschlichen HIV-Virus ähnlich, weshalb eine FIV-Infektion umgangssprachlich auch als Katzen-AIDS bezeichnet wird. Wie beim Menschen handelt es sich beim FIV der Katzen um eine Immunschwäche, die jedoch weder auf Menschen noch auf andere Tierarten übertragbar ist.

Das Virus wird unter Katzen hauptsächlich durch heftige Bisse und den Deckakt übertragen. Ein positiver FIV-Test ist kein Todesurteil für eine Katze; die Infektion muss im Laufe des Katzenlebens nicht ausbrechen. FIV-positive Katzen können genauso alt werden wie FIV-negative Katzen.

Wichtig ist, dass FIV-Katzen möglichst stressfrei leben und hochwertig ernährt werden. Sie sollten keinen ungesicherten Freigang haben, um keine anderen Katzen anzustecken, aber auch um sich selbst vor Krankheiten zu schützen.

Entgegen der verbreiteten Meinung, müssen FIV-Katzen nicht alleine oder ausschließlich mit anderen FIV-Katzen zusammen gehalten werden. Soziale und friedliche Tiere können auch in Gruppen mit FIV-positiven und FIV-negativen Katzen leben. Gerade die empfohlene strikte Trennung in FIV-positiv und FIV-negativ macht es für FIV-Katzen so schwierig, ein Zuhause zu finden, da mögliche Plätze für FIVis sehr rar sind. Zudem kommt, dass viele Menschen Angst davor haben, „eine kranke Katze“ zu adoptieren.

FIV-Katzen sind nicht per se krank, sondern haben einen positiven Test auf das Virus. Nachdem ich meine erste FIV-Katze adoptiert hatte, hatte ich jahrelang eine gemischte Gruppe, was wunderbar funktioniert hat.

Nachdem meine älteren FIV-negativen Katzen über die Regenbogenbrücke gegangen sind, habe ich nur noch FIV-Katzen. Nicht weil ich eine gemischte Gruppe mit sozialen Tieren nicht empfehle, sondern weil ich nur noch FIV-Katzen adoptiere, die leider aufgrund der FIV-Diagnose eine so schlechte Vermittlungschance haben. Dabei sind es genauso wundervolle Wesen wie FIV-negative Katzen. Und sie haben genauso sehr ein liebevolles Zuhause verdient.

Pamela Simon
Tierheilpraktikerin und Katzenpsychologin